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    Friedenspreisträger Grässlin nimmt Grass in Schutz

    Der Friedenspreisträger Jürgen Grässlin verteidigt das umstrittene Israel-Gedicht des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass.

    Der Friedenspreisträger Jürgen Grässlin verteidigt das umstrittene Israel-Gedicht des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass.

    Der Rüstungsgegner und Aachener Friedenspreisträger Jürgen Grässlin hat das umstrittene Israel-Gedicht des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass verteidigt. Grass habe darin zurecht darauf hingewiesen, dass Israel von Deutschland mit U-Booten „aus- und hochgerüstet werde“, sagte Grässlin am Nachmittag bei einer Ostermarsch-Kundgebung vis-à-vis der Werkstore des Motorenbauere MTU Friedrichshafen.

    Von Wolfgang Frey

    Auch MTU-Motoren fänden sich laut einer Studie der Kritischen Aktionäre in Korvetten, Patrouillenbooten und U-Booten der israelischen Marine, sagte Grässlin. „Günter Grass gebührt Dank für seine mahnenden Worte“, sagte Grässlin. Das von Seiten Israels gegen ihn verhängte Einreiseverbot sei „falsch und unberechtigt“.

    Zu dem traditionellen „Friedensweg“ am Bodensee waren rund 300 Friedensaktivisten aus der Ostschweiz, Vorarlberg und Süddeutschland zu Kundgebungen vor Unternehmen am schweizerischen und deutschen Ufer an den Bodensee gekommen. In einer Erklärung forderten sie eine „rüstungsfreie Zone Bodensee“. Zu der Aktion hatten rund 40 Organisationen aus den Bodensee-Anrainerstaaten aufgerufen, darunter Kirchen, der Schweizerische Friedensrat und die Menschenrechtsorganisation Amnestie International.

     

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