Rückblick 2025

"Was Frieden schafft - Neugier statt Spaltung"

Der Internationale Bodensee-Friedensweg 2025 fand am 21. April in Bregenz (AT) statt. Wir haben 1200 Teilnehmer und Teilnehmerinnen gezählt, die Polizei lediglich 550. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Danke an jede und jeden, die diesen #BFW25 so besonders gemacht haben.

Flyer und RednerInnen des #BFW25

Das war der Bodensee-Friedensweg 2025 am 21. April. Die Impulsvorträge können auf YouTube nachgesehen werden (siehe weiter unten). Mit dabei waren:

  • Univ.-Prof. Helga Kromp-Kolb (Inwiefern trägt Klimaschutz zur Friedenssicherung bei?)
  • Dr. Bruno Kern (Grenzen des Wachstums – militärische und wirtschaftliche Abrüstung als Voraussetzung für Frieden?),
  • Pete Hämmerle (Kann Europa ein Friedensprojekt sein? Sicherheit neu denken!)

Wir danken allen RednerInnen, dass ihr euch die Zeit genommen habt!

Helga Kromp-Kolb ist emeritierte Universitätsprofessorin für Meteorologie und Klimatologie an der Universität für Bodenkultur, Wien, wo sie auch das Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit gründete und leitete.

Als Universitätslehrerin und Forscherin befasst sie sich mit Fragen der Schadstoffausbreitung in der Atmosphäre, des Klimawandels, der nachhaltigen Entwicklung, der Transformation der Gesellschaft, der Bildung für nachhaltige Entwicklung und dem notwendigen Paradigmenwechsel in Wissenschaft und Gesellschaft.

Sie war maßgeblich an der Gründung des Climate Change Centers Austria (CCCA) sowie der Allianz Nachhaltige Universitäten in Österreich beteiligt und war Mitglied des Lenkungsausschusses des universitätsübergreifenden Projektes UniNEtZ.

Dr. theol. M.A., geb. 1958 in Wien,

Theologe und Philosoph, lebt heute als freischaffender Lektor, Übersetzer und Publizist in Mainz.

Zahlreiche Veröffentlichungen, u. a.: „Das Märchen vom grünen Wachstum“ und „Industrielle Abrüstung jetzt!“

Peaceworker, Int. Versöhnungsbund Wien

  •  Studium kath. Theologie (und Philosophie) in Wien
  • Seit 1985 aktiv im österr. Zweig des Internat. Versöhnungsbundes, zuerst als Zivildiener, ab 1987 – 2024 angestellt, seither als Pensionist

Schwerpunkte:

  • (Erwachsenen-) Bildungs- und Trainingsarbeit zu aktiver Gewaltfreiheit, Pazifismus etc., u.a. in Österreich, der DDR, im ehem. Jugoslawien, Philippinen, Israel/Palästina und Lateinamerika
  • Friedenspolitische Themen in Bezug auf Österreich (Wehrdienstverweigerung, Friedenslogik und Friedensstrategien), Europa und global (u.a. UN-Representative von IFOR in Wien, v.a. zum Thema Abschaffung von Atomwaffen)
  • Teilnahme und Mitorganisation diverser Friedensdienstprojekte (Freiwillige Friedensdienste, Balkan Peace Team, Ökumenisches Begleitprogramm in Palästina und Israel, Österr. Ziviler Friedensdienst)

Videos und Redebeiträge 2025

Die Veranstaltung wurde umrahmt mit Musik durch Brainfisch, euch ein herzliches Dankeschön für die langjährige Unterstützung!

www.brainfisch.at

Eröffnungsrede auf dem Ostermarsch am 21.04.2025 wurde dankenswerter Weise von Landtagsabgeordneten Herrn Reinhold Einwallner gehalten. Herzlichen Dank auch an Andreas Schwendener für die Bereitstellung der Videoaufnahmen.

Helga Kromp-Kolb: Klimaschutz als Friedensarbeit

  • Frieden und Nachhaltigkeit sind untrennbar verbunden:
    „Es gibt keinen Frieden ohne nachhaltige Entwicklung – und keine nachhaltige Entwicklung ohne Frieden.“

  • Das Militär als Klimakiller:
    Sie machte darauf aufmerksam, dass das Militär enorme Mengen an Treibhausgasen ausstößt, oft jedoch in Klimadebatten nicht berücksichtigt wird, weil keine Offenlegungspflicht herrscht.

  • Klimawandel als Konflikttreiber:
    Der Klimawandel verschärft Konflikte weltweit, indem er Ressourcen wie Wasser und Nahrung verknappt und dadurch soziale Spannungen verstärkt.

  • Militärausgaben blockieren Klimaschutz:
    „Wir geben weltweit viel mehr Geld für Waffen aus als für Klimaschutz.“ Diese falsche Prioritätensetzung gefährdet die Zukunft der Menschheit.

  • Globale Zusammenarbeit ist zwingend:
    Kriege zerstören nicht nur Menschenleben, sondern auch das notwendige Vertrauen zwischen Staaten, das für effektiven Klimaschutz unerlässlich ist.

  • Vision und Engagement:
    Kromp-Kolb appellierte an alle Anwesenden, aktiv an einem gesellschaftlichen Umdenken mitzuwirken und eine gemeinsame Vision für eine friedliche, gerechte und nachhaltige Zukunft zu entwickeln.

Dr. Bruno Kern: Militärische und wirtschaftliche Abrüstung als Überlebensstrategie

Dr. Bruno Kern plädierte leidenschaftlich für eine radikale Neuausrichtung der Politik:
„Eine ökologische Transformation erfordert nicht nur eine Umstrukturierung der Industrie, sondern auch drastische Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs.“

Er warnte eindringlich vor den zerstörerischen Folgen einer fortgesetzten militärischen Aufrüstung in Zeiten ökologischer Krisen:
„Die größte Friedenspolitik ist eine radikale Klimapolitik. Denn die größten Sicherheitsrisiken entstehen heute nicht mehr zwischen Staaten, sondern durch Umweltzerstörung und Ressourcenmangel.“

Kern zeigte die Verflechtung militärischer Strategien mit geopolitischen Interessen auf:
„Militärische Eskalationen dienen zunehmend der Sicherung knapper Rohstoffe, nicht dem Schutz der Menschen.“

Als Alternative skizzierte er die Idee sozialer Verteidigung, die auf zivilem Widerstand und gesellschaftlicher Solidarität basiert:
„Wer Verteidigung nur militärisch denkt, wird in den Abgrund geführt. Ziviler Widerstand ist die friedliche Antwort auf militärische Übermacht.“

Sein eindringlichstes Fazit:
„Wenn wir Hass und Krieg nicht überwinden, werden wir unsere Welt verlieren. Frieden braucht Mut, Wandel und den Abschied von alten Denkmustern.“

Pete Hämmerle diskutiert Europas Rolle als Friedensprojekt, betont die Bedeutung von Diplomatie und zivilem Engagement und fordert eine Abkehr von militärischer Sicherheitslogik hin zu gemeinsamer menschlicher Sicherheit.

In dieser Diskussion wird die Rolle Europas als potenzielles Friedensprojekt thematisiert, insbesondere im Kontext aktueller Krisen und Herausforderungen.
– Einführung des Themas: Die Rolle Europas in der Gesellschaft wird als herausfordernd angesehen.}
– Europa steht unter Druck durch verschiedene Konflikte, einschließlich des Ukrainekriegs und der Klimakrise.}
– Die Möglichkeit, dass Europa als Friedensstifter agieren kann, wird betont, basierend auf den Lehren aus der Geschichte.}
– Die Notwendigkeit für alle europäischen Länder, sich zu entscheiden, welche Rolle sie im Friedensprozess spielen wollen, wird hervorgehoben.}

Pete Hämmerle spricht über die Bedeutung von Friedensinitiativen in Europa, insbesondere am Bodensee, und beleuchtet den ‚Friedensweg‘ als eine Alternative zu militärischen Lösungen.
– Hämmerle beschreibt den Friedensweg am Bodensee, wo Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammenkommen, um für Frieden und Sicherheit einzutreten.}
– Er erläutert die zwei Ebenen des Friedensdenkens: wie Frieden entsteht und wie man aktiv für Frieden eintreten kann.}
– Das Beispiel der wöchentlichen Mahnwachen von ‚Standing Together Vienna‘ wird vorgestellt, die seit dem Überfall der Hamas auf Israel stattfinden.}
– Die Mahnwache zielt darauf ab, in Stille Trauer zu zeigen und den Fokus auf die menschlichen Verluste in Konflikten zu richten, unabhängig von der Seite.}

[06:46] In dieser Sektion wird die komplexe Situation im Westjordanland und die Rolle von Friedensaktivisten hervorgehoben, während gleichzeitig die geopolitischen Veränderungen in Europa und die Notwendigkeit einer eigenständigen Verteidigung thematisiert werden.
– Die humanitäre Krise im Westjordanland wird beschrieben, mit einem Fokus auf das Leid der Menschen dort.}
– Es wird auf die Existenz von Friedensgruppen hingewiesen, die trotz gesellschaftlicher Widerstände für den Frieden kämpfen.}
– Die Rolle der EU und die Notwendigkeit einer umfassenden Sicherheitsstrategie für Europa werden angesprochen.}
– Die geopolitische Zeitenwende, ausgelöst durch den Ukraine-Konflikt und den Amtsantritt von Donald Trump, wird thematisiert.}
– Die finanziellen Anforderungen für die Sicherheit Europas werden betont, insbesondere im Hinblick auf die Verteidigungsausgaben.}

[10:09] In diesem Video wird die Notwendigkeit einer neuen Sicherheitslogik in Europa diskutiert, die auf menschlicher und gemeinsamer Sicherheit basiert, anstatt auf militärischen Paradigmen. Es wird betont, dass die gegenwärtige militärische Ausrichtung nicht nur zu Konflikten führt, sondern auch die Gefahr eines dritten Weltkriegs birgt, während friedliche und gewaltfreie Methoden zur Konfliktlösung vernachlässigt werden.
– Die gegenwärtige Sicherheitslogik ist auf nationale Interessen und die Abwehr äußerer Bedrohungen ausgerichtet.}
– Friedenslogik sollte menschliche Sicherheit und gemeinsame Sicherheit in den Mittelpunkt stellen.}
– Die militärische Sicherheitslogik hat zu aktuellen Konflikten geführt und birgt das Risiko eines dritten Weltkriegs.}
– Anstatt auf Aufrüstung zu setzen, sollten politische und gewaltfreie Methoden zur Deeskalation und Friedenschaffung eingesetzt werden.}

[13:31] In dieser Diskussion wird die Meinung der jungen Generation zu Frieden und Sicherheit in Europa hervorgehoben, wobei ihre Besorgnis über Krieg und die Unterstützung für gewaltfreie Konfliktlösungen betont wird.
– Die Generation im Alter von 16 bis 25 Jahren zeigt eine hohe Besorgnis über die Möglichkeit eines Krieges als größte Zukunftsangst.}
– Eine Mehrheit der Befragten spricht sich gegen militärische Aufrüstung aus und unterstützt die österreichische Neutralität sowie die Einführung von Konfliktlösungsunterricht.}
– Der Referent reflektiert über den Kalten Krieg und betont, dass diplomatische Maßnahmen und gewaltfreier Widerstand entscheidend zur Entspannung in Europa beigetragen haben.}
– Es wird auf das Hoffnungspotenzial verwiesen, das in der zivilgesellschaftlichen Bewegung und der Zusammenarbeit von Bürgerinnen und Bürgern liegt, um Veränderungen herbeizuführen.}

[16:55] In diesem Abschnitt wird die Bedeutung von Initiativen zur sozialen Verteidigung und aktiven Neutralität in Europa hervorgehoben, sowie die Notwendigkeit, ein gemeinsames Sicherheitsverständnis zu entwickeln, das über nationale Interessen hinausgeht.
– Einführung in Initiativen zur sozialen Verteidigung, insbesondere in Deutschland.}
– Vorschläge für aktive Neutralität als Teil der Friedenspolitik, insbesondere in der Schweiz und Österreich.}
– Präsentation verschiedener Szenarien und Informationsstände zu Sicherheit und Neudenken in mehreren europäischen Ländern.}
– Kritik an der Schwäche der Friedensbewegungen und dem Einfluss rechtspopulistischer Parteien auf Friedensfragen.}
– Die Notwendigkeit, globale Lösungen für die Krisen der Menschheit zu finden, anstatt sich auf nationale Interessen zu konzentrieren.}

[20:18] In diesem Abschnitt spricht Pete Hämmerle über die Bedeutung der Friedensbildung und die Notwendigkeit umfassender Maßnahmen zur Förderung des Friedens in Europa. Er betont die Rolle der Abrüstung und die Schaffung ziviler Instrumente zur Konfliktbearbeitung.
– Einführung in das Thema Friedensbildung und die Notwendigkeit umfassender Maßnahmen.}
– Hämmerle kritisiert die militärische Annäherung an die NATO und die EU-Militarisierung als Hindernisse für den Frieden.}
– Er hebt die Bedeutung von Abrüstungsbemühungen und internationalen Verträgen zur Regulierung von Waffen hervor.}
– Die Schaffung und Förderung ziviler Instrumente zur Konfliktbearbeitung werden als essentielle Komponenten für den Frieden vorgestellt.}
– Hämmerle gibt ein Beispiel für die Arbeit des österreichischen Versöhnungsbundes in Kolumbien zur Unterstützung von Friedensgemeinden.}

Die Diskussion beim Bodensee-Friedensweg 2025 beleuchtet Friedenslogik, Selbstreflexion und Wertewandel, hinterfragt Rüstungsdynamiken und mediale Polarisierung, und betont die Wichtigkeit positiver, aber realistischer Zukunftsbilder.

[00:00](https://www.youtube.com/watch?v=L3q66tTE6gE&t=0.399) Die Diskussion dreht sich um den Austausch von Meinungen und den Umgang mit Konflikten, wobei der Fokus auf der Suche nach gemeinsamen Lösungen liegt.

– Es wird die Notwendigkeit betont, sich gegen Konflikte zu wappnen und Alternativen zu finden.
– Eine Person äußert ihre Bedenken, dass sie in ihrem Freundeskreis ihre Friedensposition nicht mehr vertreten kann.
– Österreich wird als ein Ort beschrieben, der früher als Vermittler in Konflikten fungierte.
– Es wird betont, dass neue Möglichkeiten geschaffen werden müssen, um Interessenskonflikte konstruktiv zu lösen.

[08:06](https://www.youtube.com/watch?v=L3q66tTE6gE&t=486.28) Die Diskussion beleuchtet die Rolle von Angst und Sicherheitslogik in geopolitischen Konflikten, insbesondere im Kontext des Kalten Krieges und der aktuellen Situation.
– Die Darstellung von Putin als bedrohliche Figur zeigt, wie Angst als Werkzeug in der politischen Rhetorik eingesetzt wird.
– Die Begriffe Sicherheitslogik und Friedenslogik werden als wichtige, aber auch problematische Konzepte in der aktuellen politischen Diskussion betrachtet.
– Der Vergleich zwischen der Angst vor einem Atomkrieg in den 80er Jahren und der heutigen Situation verdeutlicht, wie Angst die Friedensbewegung beeinflusste.
– Trotz der gegenwärtigen Ängste gab es in der Vergangenheit diplomatische Bemühungen, die Spannungen abzubauen und Abrüstungsinitiativen zu fördern.
– Das Denken, dass man stark sein muss, um sich zu behaupten, wird kritisch hinterfragt und als Teil der aktuellen sicherheitspolitischen Überlegungen betrachtet.

[16:13](https://www.youtube.com/watch?v=L3q66tTE6gE&t=973.279) Die Diskussion konzentriert sich auf die geopolitischen Spannungen und die Risiken eines nuklearen Konflikts, insbesondere im Kontext der Bedrohungen, die Russland und Nordkorea wahrnehmen.
– Einführung in die Doktrin der militärischen Rückschläge und deren Bedeutung für die eigene Schlagfähigkeit.
– Russlands Wahrnehmung von Bedrohungen und die fehlende Kommunikation zwischen den USA und Russland.
– Diskussion über die Befehlsketten und die Verantwortung der Entscheidungsträger in Krisensituationen.
– Die Tragik eines möglichen nuklearen Schlagabtauschs und die Illusion eines begrenzten Konflikts, der nur Europa betreffen würde.

[24:22](https://www.youtube.com/watch?v=L3q66tTE6gE&t=1462.84) Die Diskussion dreht sich um den Verhandlungsprozess zur Beendigung des Konflikts im Donbas und die rechtlichen Implikationen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine. Es wird betont, dass es Möglichkeiten zur schnellen Konfliktlösung gab, die jedoch nicht genutzt wurden.
– Ein Verhandlungsprozess sollte maximal 15 Jahre dauern, um strittige Fragen zu klären.}
– Der Einmarsch Russlands in die Ukraine wird als klarer Völkerrechtsbruch bezeichnet.
– Die NATO wird für das Versäumnis kritisiert, alle friedlichen Konfliktlösungsmöglichkeiten auszuschöpfen.
– Die UN-Charta wird zitiert, um die verpflichtende Natur von Vereinbarungen zur Friedenssicherung zu unterstreichen.
– Die Schwierigkeit, ein Feindbild abzubauen, wird als Hindernis für eine friedliche Lösung des Konflikts dargestellt.

[32:31](https://www.youtube.com/watch?v=L3q66tTE6gE&t=1951.48) Die Diskussion über die Herausforderungen der Selbstreflexion und die fehlende Diskussionskultur an Universitäten wird thematisiert.
– Es wird festgestellt, dass auf emotionaler und psychologischer Ebene wenig Fortschritt erzielt wird, was zu verhärteten Diskussionen führt.}
– Die Bedeutung der Selbstreflexion wird hervorgehoben; Menschen, die nicht bereit sind, sich selbst zu hinterfragen, neigen dazu, auf andere zu zeigen.}
– An den Universitäten fehlt es an einer Diskussionskultur, was besonders während der Corona-Pandemie sichtbar wurde.}
– Die Notwendigkeit des Hinterfragens von Meinungen wird betont, da Wissenschaft ständig in Bewegung ist und keine endgültigen Wahrheiten bietet.}

[40:38](https://www.youtube.com/watch?v=L3q66tTE6gE&t=2438.8) In der Diskussion über Werte wird zwischen intrinsischen und extrinsischen Werten unterschieden, die unterschiedliche Auswirkungen auf gesellschaftliche Themen wie Klimaschutz und Menschenrechte haben.
– Die Diskussion beginnt mit der Unterscheidung zwischen intrinsischen und extrinsischen Werten.}
– Es wird betont, dass Menschen mit dominierenden intrinsischen Werten eher bereit sind, sich für gesellschaftliche Anliegen einzusetzen.}
– Der Einfluss des Neoliberalismus auf die Gesellschaft wird hervorgehoben, insbesondere die Betonung extrinsischer Werte wie Reichtum und Wettbewerb.}
– Die Herausforderungen, die sich aus der Notwendigkeit ergeben, gesellschaftliche Probleme anzugehen, bei denen individuelle Beiträge keinen unmittelbaren Vorteil bringen.}

[48:45](https://www.youtube.com/watch?v=L3q66tTE6gE&t=2925.599) In dieser Diskussion wird die Rolle der Medien und deren Einfluss auf Ideologien sowie die wirtschaftlichen Interessen hinter den Berichterstattungen thematisiert. Es wird darauf hingewiesen, dass Medien oft polarisierende Inhalte verbreiten, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen.
– Die Medien haben eine große Macht, die oft nicht hinterfragt wird.}
– Es wird betont, dass es in der Medienberichterstattung weniger um Werte geht, sondern um das Geschäft des Berichtens.}
– Die Diskussion beleuchtet die Rolle von Propaganda und wirtschaftlichen Interessen, insbesondere in Bezug auf Konflikte wie in der Ukraine.}
– Die Abhängigkeit von sozialen Netzwerken und deren Einfluss auf die Medienlandschaft wird ebenfalls angesprochen.}

[56:53](https://www.youtube.com/watch?v=L3q66tTE6gE&t=3413.799) In dieser Diskussion wird betont, dass positive Zukunftsbilder von den realistischen Herausforderungen der Klima- und Energiewende unterschieden werden müssen. Es wird darauf hingewiesen, dass technologische Lösungen zwar vorhanden sind, jedoch auch eine gewisse Skepsis und realistische Einschätzung der Situation notwendig sind. Zudem wird die persönliche Verantwortung und die Bedeutung von Vorbildern im Umgang mit diesen Themen hervorgehoben.
– Die Unterscheidung zwischen positiven Bildern und Illusionen ist entscheidend für den Erfolg der Energiewende.}
– Persönliche Entscheidungen, wie der Verzicht auf ein Auto, können Diskussionen anstoßen und als Vorbild dienen.}
– Die Integration und das Teilen von Erfahrungen mit anderen, wie einer Flüchtlingsfamilie, bereichern das eigene Leben.}

Pressemitteilung und Pressebeiträge

WAS FRIEDEN SCHAFFT – Neugier statt Spaltung

Am Ostermontag, 21. April 2025, versammelten sich annährend 1000 Menschen aus dem gesamten Bodenseeraum beim Kornmarktplatz in Bregenz, um gemeinsam ein kraftvolles Zeichen für den Frieden zu setzen. Unter dem diesjährigen Motto „Was Frieden schafft – Neugier statt Spaltung“ standen sie in Europas dichtester Rüstungsregion für grenzüberschreitenden Frieden ein.

Der Marsch startete bei strahlendem Sonnenschein in entspannter Atmosphäre und die Schönheit des Bodensees verlieh dem Friedensweg eine besondere Leichtigkeit. Der Zug führte über die Seepromenade zum Friedenspfahl am Festspielplatz, wo rhythmisches Trommeln erklang und viele spontan zu tanzen begannen — ein lebendiges Symbol für die Freude am Frieden.

Am Platz der Menschenrechte hielten die Teilnehmenden eine bewegende Schweigeminute für alle von Kriegen betroffenen Menschen weltweit ab. Derzeit brodeln weit über ein Dutzend Krisenherde weltweit. Trotz des ernsten Anlasses blieb die Atmosphäre würdevoll und zuversichtlich.

Michaela Thara Amann, die Moderatorin der Veranstaltung, begrüßte die Anwesenden herzlich und betonte die internationale Verbundenheit der Organisationsteams aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. In ihren Worten hob sie hervor, dass Frieden auf vier Ebenen verhandelt wird: militärisch, wirtschaftlich, sozial und geistig. Neugier auf andere Menschen und neue Perspektiven wurde als zentrales Element vorgestellt, um Spaltung zu überwinden.

Prominente Redner wie Reinhold Einwallner (SPÖ-Vorarlberg), Helga Kromp-Kolb, Dr. Bruno Kern und Pete Hämmerle prägten das Programm mit engagierten Beiträgen über Friedenspolitik, Klimaschutz, Abrüstung und Europas Rolle als Friedensstifter.

Univ.-Prof Helga Kromp-Kolb: Klimaschutz ist Friedenssicherung. Kromp-Kolb hob hervor, dass „es keinen Frieden ohne nachhaltige Entwicklung und keine nachhaltige Entwicklung ohne Frieden gibt.“ Sie machte deutlich, dass das Militär ein großer Emittent von Treibhausgasen ist und militärische Ausgaben dringend zugunsten von Klima- und Umweltschutz reduziert werden müssten. „Klimawandel zerstört Vertrauen und verschärft Konflikte — wer Frieden will, muss die Lebensgrundlagen schützen.“

Dr. Bruno Kern: Militärische und industrielle Abrüstung als Überlebensstrategie Kern forderte eine radikale Neuausrichtung globaler Politik: Die größte Friedenspolitik sei eine radikale Klimapolitik. Er warnte, dass militärische Aufrüstung in Zeiten ökologischer Krisen katastrophale Folgen habe und betonte, dass „wer Verteidigung nur militärisch denkt, in den Abgrund geführt wird.“ Eine nachhaltige Zukunft könne nur durch soziale Verteidigung, Kooperation und drastische Reduktion des Energieverbrauchs gesichert werden.

Pete Hämmerle: Gewaltfrei für einen gerechten und nachhaltigen Frieden Hämmerle vertrat den Internationalen Versöhnungsbund (IFOR)  und setzte sich für zivile Lösungsweisen ein, z.B. durch die Initiative „Sicherheit neu denken“. Er war Mitinitiator des österreichischen Friedensdienstes, der zivilgesellschaftliche Fachkräfte in Konfliktprävention und Friedensprozesse einsetzt. Dieser Dienst soll eine Alternative zum traditionellen Militärdienst bieten und die Rolle der Zivilgesellschaft in der Außenpolitik stärken.

Besondere Wärme brachte die Glaubensgemeinschaft der Freien Aleviten ein, die liebevoll zubereitete, türkische Spezialitäten anboten. Der Erlös ging an Joe Fritsche vom Verein „Stunde des Herzens“ und „Husky Toni“, beide setzen sich für schwerkranke Kinder in Vorarlberg ein.

Das Anzünden der Friedenskerze verband die Veranstaltung mit Friedensaktionen in Wien uznd weltweit, unter anderem in Costa Rica, Nepal und Deutschland.

Die abschließende Botschaft lautete: Frieden ist kein Zustand, sondern ein bewusst gelebter Weg. Er braucht Aufmerksamkeit, Pflege und Engagement. Der Bodensee-Friedensweg 2025 endete mit Dankbarkeit, Musik und der Einladung, sich weiterhin aktiv für Frieden einzusetzen.

Vormerken: Der nächste Bodensee-Friedensweg findet am Ostermontag, dem 6. April 2026, in Konstanz/Kreuzlingen statt.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.bodensee-friedensweg.org

Kontakt:
Michaela Thara Amann
bodenseefriedensweg@gmail.com
+423 793 92 93

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Bericht im St. Galler Tagblatt

Interview in Radio Proton

Bericht in der Appenzeller Zeitung

Bericht im Seniorweb, Stiftung für digitale Lebensart, von Beat Steiger

Komplette Fotogallerie 2025

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