Rückblick 2026
"Friedensraum Bodensee: Wir ent-rüsten uns!"
Am 6. April fand der Internationale Bodensee-Friedensweg 2026 in Konstanz (D) und Kreuzlingen (CH) statt. Über 920 Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten am Ostermontag gemeinsam ein Zeichen für den Frieden über Ländergrenzen hinweg. Danke an alle, die den #BFW26 mitgetragen und so besonders gemacht haben.
©Seemoz
Das war der Bodensee-Friedensweg 2026 am 06. April. Die Impulsvorträge können auf YouTube nachgesehen werden (siehe weiter unten). Mit dabei waren:
- Joshua Dreiers
- Jürgen Grässlin
- René Walther
- Helena Nyberg
Wir danken allen RednerInnen, dass ihr euch die Zeit genommen habt!
Hier findest du den Flyer
RednerInnen
Jürgen Grässlin
Laut DIE ZEIT ist Jürgen Grässlin »Deutschlands bekanntester Rüstungsgegner«.
Als langjähriger Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen / DFG-VK (siehe www.dfg-vk.de) und als langjähriger Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros / RIB e.V. (siehe www.rib-ev.de) setzt er sich aktiv für konkrete Schritte zur Abrüstung ein.
Grässlin ist u.a. Mitglied von Amnesty International, den Gewerkschaften GEW und ver.di, dem Deutschen Schriftstellerverbande und dem Deutschen Fachjournalistenverbande.
Seit 1994 verfasst Grässlin eine Vielzahl kritischer Sachbücher über Rüstungsexporte sowie Militär- und Wirtschaftspolitik.
Wiederholt bereiste er hierzu u.a. Somalia, Kenia, die Türkei und Türkisch-Kurdistan, wo er mehr als 200 Betroffene des Einsatzes deutscher Waffen interviewte. Von den Einnahmen der Vortragsreisen seines Buches »Versteck dich, wenn sie schießen« (2003) über die Opfer von Heckler & Koch-Waffen gründete er den Fonds des »Deutschen Aktionsnetzes Kleinwaffen Stoppen«.
Seine Biografie über den Daimler-Vorsitzenden »Jürgen E. Schrempp. Der Herr der Sterne« wurde in mehrere Sprachen übersetzt (ins Englische, Japanische, Taiwanesische und Chinesische) und international ein Bestseller. Sein Werk »Das
Daimler-Desaster« erreichte 2006 Platz 1 aller vier bundesdeutschen Wirtschaftsbestsellerlisten. In seinem Buch »Abgewirtschaftet?! Das DaimlerDesaster geht weiter« (2007) veröffentlichte Grässlin vertrauliche DaimlerDokumente zu Graumarktgeschäften und zum »Rüstungs-Desaster« von DaimlerEADS.
2013 erschien sein »Schwarzbuch Waffenhandel. Wie Deutschland am Krieg verdient«. Dieses Werk sorgte seither für immenses Aufsehen und ist mit mehr als 200 Lesungen bestens nachgefragt. 2014 wurde sein Artikel »Millionen? Ja,
Millionen Opfer deutscher Gewehrexporte« im Buch »Es geht anders! Neue Denkanstöße für politische Alternativen« veröffentlicht. 2015 erschien das Enthüllungsbuch »Netzwerk des Todes« von Jürgen Grässlin, Daniel M. Harrich und
Danuta Harrich-Zandberg.
Weitere Beiträge in Büchern folgten und folgen. Nach der Konsolidierung des GLOBAL NET – STOP THE ARMS TRADE ist ein Werk über den weltweiten Waffenhandel angedacht.
Helena Nyberg
Die gebürtige Finnin Maria Helena Nyberg kam seit Beginn ihrer beruflichen Tätigkeit 1983 als diplomierte Übersetzerin und Konferenzdolmetscherin mit multikulturellen und politischen Themen in Berührung und hat für namhafte Persönlichkeiten und Kunstschaffende wie Noam Chomsky, Vandana Shiva oder Aki Kaurismäki gearbeitet.
Von 2015 bis 2018 war sie Dozentin an der ZHAW Winterthur.
Seit 1980 ist sie Mitglied von INCOMINDIOS, der 1974 gegründeten Schweizer Menschenrechtsorganisation für die Rechte indigener Völker mit ECOSOC-Beraterstatus an der UNO.
Als UN-Liaison nimmt sie regelmässig an UNO-Sitzungen teil.
1983 hat sie mit anderen Frauen die Schweizer Sektion der Women’s International League for Peace and Freedom (WILPF) wieder ins Leben gerufen und war 2008-2018 International Board Member dieser ältesten überstaatlichen Frauen-Friedensorganisation (*1915) mit Sitz in Genf und New York und dem Beraterstatus bei den Vereinten Nationen an der UNO.
Sie ist in einem Kollektiv Vorstandsmitglied von WILPF Schweiz und hat 2022 mitgeholfen, die WILPF-Sektion Österreich neu zu gründen, die von Hitler 1939 verboten worden war.
Seit 2018 bildet sie sich weiter im Bereich Mediation, Friedensbildung und Konfliktmanagement.
2023 wurde sie ins Ehrenbuch der Gesellschaft zu Fraumünster eingetragen.
Helena Nybergs Liebe gilt der Kunst, Musik und Kultur; sie hat 30 Jahre Basketball in Schweizer Meisterschaften gespielt, trommelt und liest gerne.
Musikalisch begleitet wurde der Bodensee-Friedensweg in diesem Jahr von Matthias Gerber und Karin Jana Beck von StimmVolk.ch.
Das Grußwort der Stadt Konstanz wurde leider kurzfristig und ohne Begründung abgesagt. Helmut Lutz aus der Regionalgruppe des Bodensee-Friedenswegs teilte seinen bewegenden Beitrag stattdessen.
Redebeitrag von Joshua Dreiers
Redebeitrag als PDF zum Download.
Redebeitrag von Jürgen Grässlin
Jürgen Grässlin
Redebeitrag als PDF zum Download.
Redebeitrag von Helena Nyberg
Helena Nyberg
Redebeitrag als PDF zum Download.
Video inklusive aller Redebeiträge 2026
Pressemitteilung und Pressebeiträge
©Seemoz
Pressemitteilung #BFW26
Grenzen überschreiten – Friedenskultur leben: Der Bodensee-Friedensweg 2026 lädt ein
Ostermontag, 6. April 2026 – Konstanz / Kreuzlingen
Unter dem Motto „Wir ent-rüsten uns! Friedenskultur gemeinsam leben“ findet am Ostermontag, den 6. April 2026, der nächste Internationale Bodensee-Friedensweg statt – ein kraftvoller, grenzüberschreitender Impuls für Abrüstung, Klimagerechtigkeit und kollektive Sicherheit im Herzen Europas.
Der Friedensweg beginnt in Konstanz (D) und führt über die Grenze nach Kreuzlingen (CH) – begleitet von Musik, eindrucksvollen Redebeiträgen und einem sichtbaren Zeichen zivilgesellschaftlichen Engagements. Menschen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein sind eingeladen, gemeinsam für eine friedliche, gerechte und nachhaltige Zukunft einzustehen.
„Frieden ist kein Zustand – Frieden ist eine Haltung.“
Diese Haltung bringt der Friedensweg sichtbar in Bewegung: über Grenzen hinweg, mit Entschlossenheit und Zuversicht.
Ein starkes Zeichen aus der Rüstungsregion Bodensee
Der Bodenseeraum gilt als eine der dichtesten Rüstungsregionen Europas – mehr als 20 Unternehmen in der Umgebung produzieren Waffen, Munition oder militärische Technologie. Der BFW26 setzt dem ein klares Zeichen entgegen:
- Abrüstung statt Aufrüstung
- Diplomatie statt Eskalation
- Klimaschutz statt Kriegswirtschaft
Die Organisator:innen fordern unter anderem:
- Bedingungslose Einhaltung von Menschenrechten und Völkerrecht
- Vorrang für Diplomatie statt militärischer Eskalation – weltweit
- Umsetzung des UN-Atomwaffenverbotsvertrags & Abzug aller Atomwaffen aus Europa
- Ausbau ziviler Friedensdienste & Recht auf Kriegsdienstverweigerung
- Friedenspolitik, die Klima, Ressourcen und Artenvielfalt schützt
- Ein Wirtschaftssystem, das dem guten Leben dient – getragen von Achtsamkeit, Verantwortung und Nachhaltigkeit
Redner:innen & Musik: Stimmen für den Frieden
Zu den Redner:innen zählen unter anderem Jürgen Grässlin, einer der profiliertesten Rüstungskritiker im deutschsprachigen Raum, sowie Helena Nyberg, Menschenrechtsbeobachterin bei der UNO für Incomindios und Vorstandsmitglied der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (WILPF Schweiz). Sie bringt feministische Perspektiven auf Sicherheit und Friedenspolitik ein.
Beiträge kommen auch von Konstanzer Schüler:innen zum neuen Wehrdienstmodell sowie vom Runden Tisch der Religionen. Im Rahmen des peacewavefestival.org wird ebenfalls ein Friedenslicht entzündet und über die Grenze zur Schweiz getragen. Musikalisch begleiten SAF SAP New Generation aus Zürich den Friedenszug mit westafrikanischen Trommelrhythmen. Die Gruppe aus dem Senegal unterstützt den Friedensweg seit vielen Jahren.
Karin Jana Beck und Matthias Gerber vom Sing- und Friedensprojekt StimmVolk.ch leiten beim diesjährigen Friedensweg das gemeinsame Singen an: mit Friedensliedern aus verschiedenen Kulturen – beim Einsingen, an besonderen Momenten entlang des Umzugs und zum gemeinsamen Abschluss in Kreuzlingen.
Einladung an Presse und Öffentlichkeit
Der Bodensee-Friedensweg ist eine zivile Friedensdemonstration und ein Begegnungsort für Menschen aus der gesamten Vierländerregion, die sich eine friedlichere Weltordnung wünschen – jenseits von Feindbildern und Aufrüstung. Pressevertreter:innen sind herzlich eingeladen.
📍 Start:
Konstanz, Konzertmuschel im Stadtgarten
🕒 Beginn:
12:30 Uhr: Einstimmung und gemeinsames Einsingen zu einem „Singmeer“
13:00 Uhr: Offizielle Eröffnung
📍 Ziel:
Hafenareal Kreuzlingen (CH), Abschluss gegen 16:30 Uhr
Veranstaltungsflyer, Redner:innenliste und weitere Informationen:
✨ www.bodensee-friedensweg.org
Kontakt & Akkreditierung
Veranstalter:
Vereine & Gruppen aus der Friedensregion Bodensee (CH / DE / AT / LI)
Pressekontakt:
Andreas Helfenberger
✉ andreas.helfenberger@itsuccess.ch
📞 +41 79 758 56 84
„Grenzenlos wie eh und je – Frieden wächst am Bodensee.“
Seien auch Sie dabei!
Pressebeiträge
Bericht in der Thurgauer Zeitung
Bericht Seemoz
Bericht im Südkurier
Bericht des Katholischen Medienzentrums
Bericht forumKirche
Bericht Rote Fahne News
Vorankündigung in der WOZ – Die Wochenzeitung
Vorankündigung in der Thurgauer Zeitung
Vorankündigung Seemoz
Vorankündigung Rohrschacher Echo
Beitrag „Die Erosion der internationalen Abrüstungsarchitektur – ein Überblick“ Andreas Zumach Seemoz
Wir stehen ein für...
Wir stehen ein für…
…Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit – Sicherheit durch Vertrauen, nicht durch Waffen
Wir fordern,
- die bedingungslose Einhaltung der Menschenrechte und des Völkerrechts als verbindliche Grundlagen des internationalen Zusammenlebens.
- einen sofortigen Vorrang diplomatischer Initiativen vor militärischer Eskalation – auch und besonders im Ukrainekrieg.
- ein sofortiges Waffenstillstandsengagement sowie die Stärkung der UNO als zentrales Organ der kollektiven Sicherheit und Völkerverständigung.
- die konsequente Umsetzung des UN-Atomwaffenverbotsvertrags sowie den Abzug aller Atomwaffen aus Europa.
- eine deutliche Abkehr von der Militarisierung des Denkens, der Sprache und der Politik – Kriegsrhetorik zerstört gesellschaftliches Vertrauen.
- den Ausbau ziviler Friedensdienste sowie Friedensforschung und Friedensbildung – und die konsequente Umsetzung des Rechts aller Menschen auf Kriegsdienstverweigerung.
- den Aufbau von kollektiven Sicherheitsstrukturen, die auf Kooperation, nicht auf Konfrontation beruhen.
- die Förderung der Friedensfähigkeit im Alltag – gesellschaftlich, kulturell und „vor der eigenen Haustür“.
…den Erhalt unserer Lebensgrundlagen – Ohne Erde kein Frieden
Wir fordern,
- dass der Schutz von Klima, Biodiversität und natürlichen Ressourcen als wichtigen Teil der Friedenspolitik anerkannt und verbindlich umgesetzt wird.
- dass das Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell des unbegrenzten Wachstums durch ein zukunftsfähiges Konzept des guten Lebens ersetzt wird – getragen von Achtsamkeit, Verantwortung und einem bewussten Umgang mit Mensch und Natur.
- dass Energie-, Ernährungs- und Wirtschaftssysteme dezentralisiert und regionalisiert werden, um Abhängigkeiten, Ausbeutung und Ressourcenkriege zu verhindern.
- dass ökologische Bildung, Bewusstseinswandel und die Verbundenheit mit der Natur gezielt gefördert werden – Frieden braucht eine lebendige Erde.
- dass das Gesundheitswesen, die Bildung und die Wissenschaft nicht unter wirtschaftliche oder militärische Zwecklogiken gestellt werden.
Sozial-ökonomische Transformation – Soziale Gerechtigkeit ist Friedenspolitik
Wir fordern,
- eine gerechte Verteilung von Wohlstand, Ressourcen und Chancen – global und regional.
- eine generelle Besteuerung von Finanzspekulationen sowie eine konsequente Ausrichtung aller Wirtschafts- und Finanzsysteme an die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs).
- die Förderung solidarischer und gemeinwohlorientierter Wirtschaftsmodelle statt der kurzfristigen Profitorientierung.
- politische und wirtschaftliche Teilhabe aller Menschen – Partizipation ist die Grundlage sozialer Stabilität und Frieden.
- die klare Trennung von Politik und Rüstungsinteressen – Friedenspolitik darf nicht von Waffenexporten abhängen.
Unsere Vision:
Der Bodensee wird zum Symbol einer Friedenskultur, die Grenzen überwindet, Unterschiede respektiert und den Mut zum Umdenken lebt.
Frieden ist kein Zustand –
Frieden ist eine Haltung.
Wir stehen ein für…
…Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit – Sicherheit durch Vertrauen, nicht durch Waffen
Wir fordern,
- die bedingungslose Einhaltung der Menschenrechte und des Völkerrechts als verbindliche Grundlagen des internationalen Zusammenlebens.
- einen sofortigen Vorrang diplomatischer Initiativen vor militärischer Eskalation – auch und besonders im Ukrainekrieg.
- ein sofortiges Waffenstillstandsengagement sowie die Stärkung der UNO als zentrales Organ der kollektiven Sicherheit und Völkerverständigung.
- die konsequente Umsetzung des UN-Atomwaffenverbotsvertrags sowie den Abzug aller Atomwaffen aus Europa.
- eine deutliche Abkehr von der Militarisierung des Denkens, der Sprache und der Politik – Kriegsrhetorik zerstört gesellschaftliches Vertrauen.
- den Ausbau ziviler Friedensdienste sowie Friedensforschung und Friedensbildung – und die konsequente Umsetzung des Rechts aller Menschen auf Kriegsdienstverweigerung.
- den Aufbau von kollektiven Sicherheitsstrukturen, die auf Kooperation, nicht auf Konfrontation beruhen.
- die Förderung der Friedensfähigkeit im Alltag – gesellschaftlich, kulturell und „vor der eigenen Haustür“.
…den Erhalt unserer Lebensgrundlagen – Ohne Erde kein Frieden
Wir fordern,
- dass der Schutz von Klima, Biodiversität und natürlichen Ressourcen als wichtigen Teil der Friedenspolitik anerkannt und verbindlich umgesetzt wird.
- dass das Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell des unbegrenzten Wachstums durch ein zukunftsfähiges Konzept des guten Lebens ersetzt wird – getragen von Achtsamkeit, Verantwortung und einem bewussten Umgang mit Mensch und Natur.
- dass Energie-, Ernährungs- und Wirtschaftssysteme dezentralisiert und regionalisiert werden, um Abhängigkeiten, Ausbeutung und Ressourcenkriege zu verhindern.
- dass ökologische Bildung, Bewusstseinswandel und die Verbundenheit mit der Natur gezielt gefördert werden – Frieden braucht eine lebendige Erde.
- dass das Gesundheitswesen, die Bildung und die Wissenschaft nicht unter wirtschaftliche oder militärische Zwecklogiken gestellt werden.
Sozial-ökonomische Transformation – Soziale Gerechtigkeit ist Friedenspolitik
Wir fordern,
- eine gerechte Verteilung von Wohlstand, Ressourcen und Chancen – global und regional.
- eine generelle Besteuerung von Finanzspekulationen sowie eine konsequente Ausrichtung aller Wirtschafts- und Finanzsysteme an die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs).
- die Förderung solidarischer und gemeinwohlorientierter Wirtschaftsmodelle statt der kurzfristigen Profitorientierung.
- politische und wirtschaftliche Teilhabe aller Menschen – Partizipation ist die Grundlage sozialer Stabilität und Frieden.
- die klare Trennung von Politik und Rüstungsinteressen – Friedenspolitik darf nicht von Waffenexporten abhängen.
Unsere Vision:
Der Bodensee wird zum Symbol einer Friedenskultur, die Grenzen überwindet, Unterschiede respektiert und den Mut zum Umdenken lebt.
Frieden ist kein Zustand –
Frieden ist eine Haltung.








































