RednerInnen 2026

Wir freuen uns, auch dieses Jahr wieder wichtige VertreterInnen aus den verschiedensten Bereichen der Friedensthematik für den Bodensee-Friedensweg gewonnen zu haben. Im Rahmen des Ostermarsches werden sie mit Impulsvorträgen zum Nachdenken anregen. 

2026 Helena Nyberg Bodensee-Friedensweg
Helena Nyberg, lebt in Zürich und ist 
UNO-Menschenrechtsbeobachterin für Incomindios, sowie Vorstandsmitglied für die WILPF (Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit), Schweiz 
 

Die gebürtige Finnin Maria Helena Nyberg kam seit Beginn ihrer beruflichen Tätigkeit 1983 als diplomierte Übersetzerin und Konferenzdolmetscherin mit multikulturellen und politischen Themen in Berührung und hat für namhafte Persönlichkeiten und Kunstschaffende wie Noam Chomsky, Vandana Shiva oder Aki Kaurismäki gearbeitet.

Von 2015 bis 2018 war sie Dozentin an der ZHAW Winterthur.

Seit 1980 ist sie Mitglied von INCOMINDIOS, der 1974 gegründeten Schweizer Menschenrechtsorganisation für die Rechte indigener Völker mit ECOSOC-Beraterstatus an der UNO.

Als UN-Liaison nimmt sie regelmässig an UNO-Sitzungen teil.

1983 hat sie mit anderen Frauen die Schweizer Sektion der Women’s International League for Peace and Freedom (WILPF) wieder ins Leben gerufen und war 2008-2018 International Board Member dieser ältesten überstaatlichen Frauen-Friedensorganisation (*1915) mit Sitz in Genf und New York und dem Beraterstatus bei den Vereinten Nationen an der UNO.

Sie ist in einem Kollektiv Vorstandsmitglied von WILPF Schweiz und hat 2022 mitgeholfen, die WILPF-Sektion Österreich neu zu gründen, die von Hitler 1939 verboten worden war.

Seit 2018 bildet sie sich weiter im Bereich Mediation, Friedensbildung und Konfliktmanagement.

2023 wurde sie ins Ehrenbuch der Gesellschaft zu Fraumünster eingetragen.

Helena Nybergs Liebe gilt der Kunst, Musik und Kultur; sie hat 30 Jahre Basketball in Schweizer Meisterschaften gespielt, trommelt und liest gerne.

Jürgen Grässlin original

Laut DIE ZEIT ist Jürgen Grässlin »Deutschlands bekanntester Rüstungsgegner«.

Als langjähriger Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen / DFG-VK (siehe www.dfg-vk.de) und als langjähriger Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros / RIB e.V. (siehe www.rib-ev.de) setzt er sich aktiv für konkrete Schritte zur Abrüstung ein.
Grässlin ist u.a. Mitglied von Amnesty International, den Gewerkschaften GEW und ver.di, dem Deutschen Schriftstellerverbande und dem Deutschen Fachjournalistenverbande.

Seit 1994 verfasst Grässlin eine Vielzahl kritischer Sachbücher über Rüstungsexporte sowie Militär- und Wirtschaftspolitik.

Wiederholt bereiste er hierzu u.a. Somalia, Kenia, die Türkei und Türkisch-Kurdistan, wo er mehr als 200 Betroffene des Einsatzes deutscher Waffen interviewte. Von den Einnahmen der Vortragsreisen seines Buches »Versteck dich, wenn sie schießen« (2003) über die Opfer von Heckler & Koch-Waffen gründete er den Fonds des »Deutschen Aktionsnetzes Kleinwaffen Stoppen«.

Seine Biografie über den Daimler-Vorsitzenden »Jürgen E. Schrempp. Der Herr der Sterne« wurde in mehrere Sprachen übersetzt (ins Englische, Japanische, Taiwanesische und Chinesische) und international ein Bestseller. Sein Werk »Das
Daimler-Desaster« erreichte 2006 Platz 1 aller vier bundesdeutschen Wirtschaftsbestsellerlisten. In seinem Buch »Abgewirtschaftet?! Das DaimlerDesaster geht weiter« (2007) veröffentlichte Grässlin vertrauliche DaimlerDokumente zu Graumarktgeschäften und zum »Rüstungs-Desaster« von DaimlerEADS.

2013 erschien sein »Schwarzbuch Waffenhandel. Wie Deutschland am Krieg verdient«. Dieses Werk sorgte seither für immenses Aufsehen und ist mit mehr als 200 Lesungen bestens nachgefragt. 2014 wurde sein Artikel »Millionen? Ja,
Millionen Opfer deutscher Gewehrexporte« im Buch »Es geht anders! Neue Denkanstöße für politische Alternativen« veröffentlicht. 2015 erschien das Enthüllungsbuch »Netzwerk des Todes« von Jürgen Grässlin, Daniel M. Harrich und
Danuta Harrich-Zandberg.

Weitere Beiträge in Büchern folgten und folgen. Nach der Konsolidierung des GLOBAL NET – STOP THE ARMS TRADE ist ein Werk über den weltweiten Waffenhandel angedacht.