Impulsvortrag und Podiumsgespräch:
Julian Fässler, Direktor Wirtschaftskammer Vorarlberg
Dr.in Lea Putz-Erath, Geschäftsführerin des femail und Mitglied der Steuerungsgruppe der Vorarlberger Armutskonferenz
Dr. Walter Schmolly, Direktor Caritas Vorarlberg
Moderation: Thomas Matt
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir alle spüren täglich die Teuerung – verursacht durch steigende Inflation, Produktionsengpässe und mehr. Diese Woche kam der Schulstart hinzu, der für viele Familien eine weitere finanzielle Belastung bedeutet. Und jetzt, wo der Herbst einzieht und es kühler wird, werden auch die (sehr wahrscheinlich steigenden) Heizkosten bald wieder ein Thema sein.
Armut ist in Österreich längst kein „kleines Nischenproblem“, obwohl das Land zu den reichsten der Welt zählt. Die Zahlen sprechen für sich: 17 % bis 18 % der Bevölkerung sind armutsgefährdet. Besonders betroffen sind Kinder, Jugendliche und Frauen – das ist längst bekannt. Doch kann das tatsächlich stimmen? Gibt es diese Menschen auch in meiner Nachbarschaft oder Gemeinde?
Beim kommenden gesellschaftspolitischen Stammtisch sprechen wir darüber, was es bedeutet, in Vorarlberg arm zu sein. Welche Folgen hat es für uns alle, wenn die soziale Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderdriftet und unsere Gesellschaft dadurch ihre Handlungsfähigkeit verliert? Wir fragen auch: Welche Verantwortung tragen Politik und Wirtschaft? Und wie können wir als Gesellschaft durch ein solidarisches Miteinander einen Beitrag gegen Armut leisten?